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„Allem Anfang liegt ein Zauber inne“

oder

in die Zukunft schauen und das „noch-nicht-Bewußte“ andenken.

DenkBar am 18.02.2021 um 19:30 Uhr – nur online

Das Gewohnte zurück bekommen – so stand es gerade in einem Rundschreiben des BW- Sozialministeriums. Andere sagen: zurück zur Normalität. Und ich sage: wir machen gerade einen Neu-Anfang. In der letzten Denkbar haben wir über Zeitenwende diskutiert (federleicht – war es nicht). Und festgestellt haben wir, dass wir gerade in einer Zeitenwende stehen und noch nicht wissen, wohin es uns treiben wird. Also eher wie beim Monoploy: Zurück auf Start.

Es gab für den Menschen schon immer die Frage nach dem Ursprung, nach dem Anfang der Welt oder dem Beginn der Geschichte. Dies hat die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Und damit natürlich auf die Fragen nach: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns?

Da war nach der letzten DenkBar ein Vorschlag: Wo werden wir in 30 Jahren stehen. Aus dem Erlebten der letzten 30 Jahre könnten wir dorthin schauen. Und doch werden wir schnell wieder beim „Anfangen“ landen. Wie fangen wir an? Wir wissen es „noch nicht“.

Ernst Bloch hat in seiner Philosophie „Das Prinzip Hoffnung“ propagiert. Träume und Phantasien sind so etwas wie die Initialündung jeder Veränderung für die Schaffung einer besseren Welt. „Wir fangen leer an. Ich rege mich. Von früh auf sucht man. Ist ganz und gar begehrlich, schreit. Hat nicht, was man will.“ Als Kind und sicher auch als Erwachsener gilt es. Von den ersten Regungen und
Wünschen des Kindes formen sich später die Bilder und die Erwartungen, wie alles sein solle. Man lerne zu warten, und man warte sogar auf das Wünschen selbst, bis es deutlicher werde, um später konkrete Gestalt anzunehmen.

Ausgangsbasis ist immer der Mangel, das „noch-Nicht“. Es ist die Voraussetzung für gelingendes Leben, die Hoffnung sein Paradigma.

Stehen wir auch da? Wir wünschen uns das Normale, das Gewohnte. Wir wünschen uns das, was wir „noch-nicht“ haben. Wird es wieder „normal“ und „Gewohntes“?

Wir wissen nicht , was kommen wird, und damit ist es das „noch-nicht-Bewusste.

Wenn wir jetzt an einem Anfang stehen, dann dürfen wir durchaus in das vor uns Liegende denken, also das „noch-nicht-Bewußte“.