0171-3621901 post@schrifthof.de

Aktuelles

Schrifthof – Werkstatt für experimentelle Kalligraphie in Karlsruhe bietet Raum für schöne Schrift, Handschrift, Schreibschrift und Buchobjekte. Wir laden ein zu Kursen und Workshops zur experimentellen Kalligraphie, Handschrift, Schreibschrift und zur Gestaltung von Buchobjekten. Wir informieren über Aktivitäten zur Kalligraphie und berichten über Entwicklungen, Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Typographie, Handschrift und Schreibschrift.

Nachhaltigkeit in der Oststadt Karlsruhe

Ann-Katrin Knemeyer ist Mitarbeiterin der Forschungsgruppe UmweltPsychologie am Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZESgGmbH) in Saarbrücken. In ihrer Forschungsarbeit  untersucht sie die unterschiedlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit in der Oststadt Karlsruhe. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat sie bereits im Herbst 2016 mehr als 30 Interviews mit Bürgern und Bürgerinnen aus der Oststadt und mit Akteuren aus verschiedenen kommunalen Ämtern, Vereinen, Verbänden und der Wissenschaft geführt.

In ihrer neuen Untersuchungsreihe möchte sie gerne in den nächsten Wochen mit kleinen Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern der Oststadt diskutieren. Dazu stellt sie die Ergebnisse aus den bisherigen Interviews vor. Mit den Teilnehmenden möchte sie diese in den Gruppengesprächen vertiefen und auch neue Fragen aufwerfen.

Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zur Nachhaltigkeit im Quartier Oststadt ist ihr wichtig!

Bitte melden Sie sich, wenn Sie Ann-Katrin Knemeyer in ihrem Vorhaben unterstützen.

[Lesen Sie mehr dazu und zur Teilnahme an den Gesprächen]

Mit Feder und Tusche

Schnupperkurs für Beginner

am Samstag, 30.09.2017, von 10:30 bis 18 Uhr (1 Platz frei)
am Samstag, 07.10.2017, von 10:30 bis 18 Uhr (ausgebucht, nur Warteliste)
zusätzliche Kurse wegen großer Nachfrage
am Samstag, 28.10.2017, von 10:30 bis 18 Uhr
am Samstag, 11.11.2017, von 10:30 bis 18 Uhr

Eingeladen sind alle, die die Welt der Kalligraphie, des Schönen Schreibens, der Schriftbilder und des Spielens mit Schrift entdecken wollen. Wir arbeiten mit Feder und Tusche, lernen die Eigenschaften der Werkzeuge und der Materialien kennen. Vor allem aber entdecken wir das Handwerk der Kalligraphie. Mit der Hand schreiben und dabei erleben, was die Hand so kann und macht.

Weitere Informationen zum [Schnupperkurs]

Entdeckt – Gesehen – Mitgebracht

Mit der Hand schreiben

Beim Gang über den Markt, durch den Basar oder auch in Kneipen, Tavernen und Restaurants finden wir sie immer wieder, die Täfelchen, Tafeln, Zettel, Pappschilder, auf denen die Ware, der Preis oder andere Hinweise stehen. Besonders auf Reisen fallen immer wieder die Marktstände ins Auge mit ihren handgeschriebenen Bezeichnungen und Preisen – und meistens von Hand geschrieben, denn man kann sie auch schnell ändern, an Ort und Stellen und durchaus mit dem Blick auf die Konkurrenz.

Bilder dazu im Beitrag [Mit der Hand schreiben]

In Stein gemeißelt

2400 Jahre alt und doch noch gut erhalten, geben die steinernen Hinweistafeln im Heil- und Kurzentrum Epidauros auf dem Peloponnes nicht nur Einblicke oder Vermutungen über damalige Heil- und Therapieformen. Sie sind für uns Kalligraphen vor allem wegen der Zeichen, der handwerklichen Kunst der Schriftgestaltung, der verwendeten Zeichen und auch der Typologie interessant.

Ein ausführlicher Beitrag [In Stein gemeißelt]

Ausstellungen – Hinweise – Anregungen

Innere Landschaften II

Eine Rauminstallation von Sevim Bäuerle und Antje Bessau

Die Umgebung, in der wir aufwachsen, prägt uns und hinterlässt eine Art Stempel. Alle späteren Eindrücke werden mit diesen ersten Prägungen in Beziehung gesetzt. Wir tragen … diese inneren Landschaften … in uns. Begegnen wir etwas, das damit in Resonanz geht, fühlen wir uns zu Hause.

Ausstellung vom 13. August bis 30. September 2017, Öffnungszeiten Mi.-Sa. 14 bis 17 Uhr, So. 12 bis 17 Uhr

[zum Beitrag]

Zum Tod von Jantje Janßen

Foto Katrin Weissler

Die Bühne ist leer … und tönt trotzdem von ihr

Sie hat ihn geliebt, diesen Ausdruck “Jeste”. In den Kursen mit Susanna Stammbach aus Basel hat Jantje diesen schweizerischen Ausdruck “Jeste” gehört und am Anfang noch nicht verstanden. Erst als aus “Jeste” eine “Geste” wurde und damit sich Bühne und Raum für Schrift und Bild auf dem Papier öffneten, nahm sie “Jeste” in ihr “Sprachlexikon” auf. Bühne bekam eine neue Bedeutung.

Gerade noch vor ein paar Tagen hat sie im Schrifthof, in unserem Laden, eine Gruppe begrüßt, MitarbeiterInnen des Staatstheaters Karlsruhe. Sie kamen auf ihrem Gang durch die Karlsruher-Oststadt zu uns und Jantje empfing sie: “Ihr kennt Euch aus, die Bühne auf der gespielt wird. Auch wir haben eine Bühne, das ist unser weißes Blatt vor uns. Unsere Bühne auf der unsere Worte, Zeichen, Schrift auftreten.”

An ihrem 68. Geburtstag, am 29. Juni, führte sie noch ein Interview zur Kalligraphie. Katrin Weissler erinnert sich an das Gespräch: “Ich darf mich glücklich schätzen diese inspirierende und charismatische Power-Frau kennen gelernt zu haben. Mit ihr habe ich ein sehr schönes Gespräch geführt. Und es war nicht zu übersehen, wie sie für ihre Leidenschaft die Kunst brennt. Alles nimmt sie sehr genau wahr, ihre Umgebung, ihre Mitmenschen, das Viertel und war ein so offener und tatkräftiger Mensch.” Das nebenstehende Foto, von Katrin Weissler aufgenommen, unterstreicht ihre Wahrnehmung sehr nachhaltig.

Am 10. Juli 2017 ist sie von der Bühne abgetreten ohne einen Abschied, dazu war keine Zeit mehr.

Viele Gespräche haben wir seitdem geführt und uns an die gemeinsame Zeit mit ihr erinnert, zurückgedacht am die letzten gemeinsamen Tage und an all die Aktivitäten und Begegnungen, in denen wir sie erlebt haben. Für uns alle ist es unbegreiflich, dass sie diese Bühne nicht mehr betreten wird.

[…mehr über Jantje Janßen]

Parthenon der verbotenen Bücher: Bücher sind die materiellen Oberflächen von Einschreibungen, durch die politische Fiktionen kollektive Realität werden können. (Pelagie Gbaguidi)

Alle im Regal enthaltenen Bücher sind im Zugangsbuch aufgeführt (NS-Raubgut)

Zugangsbuch enthält 1.920 Bücher der aus den “Privatbibliotheken evakuierter Juden” dem Reich “zugefallenen” Bücher

documenta 14 – Von Athen lernen

Wahrnehmung und ausgewählte Blicke auf die Ausstellungsorte in Kassel 2017

“In Athen stolpert man unentwegt über die Vergangenheit, deswegen hat man eine andere Beziehung mit ihr als in Deutschland. Es gibt nicht nur horizontal sondern auch vertikal verlaufende Scheidewege zwischen Antike und dem heutigen Leben. Ob es uns gefällt oder nicht, in Griechenland spüren wir diese diversen Erinnerungsschichten angesichts der steinernen Fragmente und der Sprache.” Lydía Koniórdou im Interview mit Heinz-Norbert Jocks, Kunstforum. Für mich ist es einer der zentralen Gedanken, den ich in der Gestaltung der diesjährigen documenta14 immer wieder finde: die Schichten auch der deutschen Vergangenheit und dem Heute.

Und sie fährt fort: “Wir können weder vor unserer Kultur noch vor der Vergangenheit die Flucht ergreifen: Die Tatsache, dass wir demselben Sonnenlicht ausgesetzt sind, Früchte und Gemüse derselben Erde essen, dieselben Wörter sprechen, auf derselben Erde geboren wurden und dort, wo unsere Vorfahren und Menschen von überall gelebt haben, eines Tages begraben werden, macht das Menschsein aus. Die ganze Welt ist eine einzige Kreuzung der unterschiedlichsten Menschen, die immer wandern.”

Sprache, Worte, Dialekt und sie sind festgehalten schriftlich in Büchern, Briefen, Plakaten und heute auch in den elektronischen Medien. Einen wesentlichen Kern der documenta14 bilden Bücher, der Parthenon der verbotenen Bücher an dem Ort, wo schon einmal Bücher verbrannt wurden, das aufragende Regal der beschlagnahmten Bücher in der Neuen Galerie und die Modells, die in der Neuen Neuen Galerie die Bücher auf dem Kopf tragen, sozusagen verschriftlichte Gedanken. Altes verbunden mit Neuem, Inspirationsquellen für etwas Zeitgenössisches. Überlagerungen, Überschreibungen, Palimpseste.

Weitere ausgewählte Beiträge der documenta14

Überschreibungen – Palimpseste

Das zentrale Werk in der Neuen Neuen Galerie ist die Mehrkanal-Videoinstallation von Theo Eshetus [Atlas Fractured]

Partizipation und Leerstand

Aus der Vielzahl der gezeigten Werke und Installationen haben sich für mich zwei wesentliche Aspekte der documenta14 eröffnet: die Paritzipation der Bürger_innen in Kassel und die Besucher_innen. Das zeigt sich zum Einen im Parthenon der verbotenen Bücher, der Expansion der Ausstellung vor allem in die Nordstadt, die überwiegend von Bürger_innen mit Migrationshintergrund bewohnt wird, sowie die Nutzung von Leerstand vor allem im Stern-Viertel und der Nordstadt. [Partizipation und Leerstand]

Die Flüstercampagne des Pope L.

“Skin set drawings” ist alles andere als gezeichnet. Es ist eine Serien von “Schriftbildern”, die im ersten Moment wie die Charakterisierungen von Menschen bestimmter Hautfarben wirkt, die sich bei näherem Hinsehen als eine Abstraktion (nur geschriebene Worte) Eigenschaften erscheint, die durch die Zuordnung einer Farbe eher eine Stimmung ausdrückt.  [Skin set drawings]

Biennale 2017

Viva Arte Viva

Besuch in Venedig und Gang durch Giardini, Arsenale und die Stadt.

“Lebe Kunst lebe!” Wunsch oder Wirklichkeit, politisch oder unpolitisch, bescheiden oder gigantisch. Die Stadt selbst ein großes Museum, gefüllt mit Kunst, gelebte und erfundene Kultur. Beeindruckendes, Irritierendes und Faszinierendes. Die nachfolgend verlinkten Beiträgen spiegeln die subjektiven Erlebnisse exemplarisch ausgewählter Exponate wider.

Beitrag von Benno Kotterba zu: Einzelne Pavillons in Giardini und Präsentationen in Arsenale

Beitrag von Benno Kotterba zu: Damien Hirst in der Punta della Dogana und Palazzo Grassi

Beitrag von Benno Kotterba zu: The boat is leaking. The captain lied. Alexander Kluge, Thomas Demand und Anna Viebrock

Beitrag von Jantje Janßen zu: ausgewählte Exponate der Biennale

Rückschau

Imaginäre Landkarten

Rückblick auf einen Workshop mit Experimenten und Phantasie

Das Wochenende beginnt mit Geschichten. Schon die erste Herausforderung für die Teilnehmer. Eine Geschichte anhören, sich ein Bild machen und eine Landkarte für die Geschichte entwickeln. Und das Erstaunliche, wie sich die Einzelheiten und die damit verbundenen Orte in den verschiedenen Landkarten wiederfinden.

Landkarten und wer weiß schon, warum sie gerade unserer Orientierung dienen. Orient – als ursprüngliche Richtung für unsere Orientierung. Und sie finden sich wieder in den imaginären Landkarten. Die Bilder zeigen beispilehaft Landkarten der Teilnehmer.

Unsere Öffnungszeiten

  • vom 21. August bis 21. September bleibt der Schrifthof geschlossen

  • Ausnahme: Samstag: 9. September von 14 bis 20 Uhr geöffnet (Galerietag Karlsruhe)

  • Ab 26. September wieder Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet

Der Schrifthof – unsere Werkstatt für experimentelle Kalligraphie im Alten Laden in der Gerwigstraße ist regelmäßig an den genannten Tagen geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten gilt natürlich das kleine Schild an der Tür: “offen” und Besucher dürfen gerne eintreten. Wenn wir nicht gerade konzentriert arbeiten, findet sich sicher auch  Zeit für Kaffee oder Tee und ein Gespräch.

Wir beantworten gerne Fragen zur experimentellen Kalligraphie, bieten die Möglichkeit, Materialien, Werkzeuge, Tuschen, Tinten auszuprobieren. Wer also unentschieden ist, noch nicht weiß, wie man eine Idee realisiert, welche Farben oder Materialien am Besten passen, der darf gerne zu uns kommen und um Rat fragen oder auch vorhandene Materialien testen. Dies ist natürlich insbesondere vor der Fülle von Angeboten hilfreich und erspart manchen Fehlkauf.

Werkstattzeiten – offenes Atelier

Die nächsten Werkstattzeiten sind:

  • ab Oktober wieder möglich – Wünsche bitte anmelden über [Kontakt]

Während der angebotenen Werkstattzeiten können Teilnehmer von zurückliegenden Kursen gerne in unserem Seminarbereich eigene Arbeiten mit eigenen Werkzeugen und Materialien fertigen. Benötigtes Material kann bei uns auch erworben werden. Für Versuche stehen auch Tinten, Tuschen und andere Farben in begrenztem Umfang zur Verfügung.

Wir beraten gerne und geben Tipps. Werkstattzeiten sind aber keine Kurszeiten – da wir in den Zeiten uns sicher auch mit eigenen Themen und Aufgaben beschäftigen.

Kosten für die Nutzung der Werkstatt 10 EUR je Abend (inkl. begrenztes Material für Versuche, umfangreicheres Material nach Absprache und gegen Verrechnung).

Wir bitten um eine kurze Anmeldung per E-Mail oder auch per SMS (0171-3621901), damit wir uns selbst darauf einrichten können und nur die maximal verfügbaren Plätze reservieren.

Schrifthof – Werkstatt für experimentelle Kalligraphie im Lernradio

Im Dezember hat Saskia Franz einen Beitrag über Schrifthof und unsere Werkstatt für experimentelle Kalligraphie erarbeitet. Sie studiert seit Oktober 2016 an der Hochschule für Musik in Karlsruhe für den Master in Musikjournalismus. Die Studierenden sind ganz praktisch gefordert. Sie entwickeln ihre Beiträge, die dann im Lernradio gesendet werden.

Die mp3-Fassung des Beitrags kann hier angehört werden:

Schrifthof – jetzt auch unter den Freien Kunsträumen Karlsruhe

Abseits etablier­ter Galerien und großer Museen hat sich in den letz­ten Jahren eine ganz eigene Szene freier Kunst­räu­me ­ent­wi­ckelt, die die kulturelle Landschaft mit oftmals ­ex­pe­ri­men­tel­len, immer spannenden und bisweilen subver­si­ven ­künst­le­ri­schen Positionen bereichert.

Und jetzt sind wir auch unter den freien Kunsträumen in Karlsruhe gelistet [Freie Kunsträume]

Kommende Termine, Veranstaltungen und Aktivitäten

Für 2017 sind in Karlsruhe angekündigt:

  • SCHWEIN GEHABT! Lange Kulturnacht im Alten Schlachthof : Am 20. Mai 2017 findet zum vierten Mal die Kulturnacht „Schwein gehabt“ auf dem Gelände statt. Es werden wieder mehrere Tausend Besucher erwartet. Auf dem Programm stehen verschiedene Konzerte, Theater, Kurzfilme, Kunst, Lesungen, Livekaraoke, Tanz, Lounges und vieles mehr
  • ECKKULTURdörfle – Zum zweiten Mal findet am 30. Juni und 1. Juli 2017, das Fest in der Karlsruher Altstadt, im Dörfle statt. Nähere Informationen findet Ihr unter eckkultur.de
  • UND#9: 20.Juli 2017 Vernissage, Ausstellung vom 20. bis 23. Juli 2017. Sie wird wieder in der Dragonerkaserne in Karlsruhe statt finden. Nähere Informationen findet Ihr unter UND#
  • Galerientag-Karlsruhe: Der nächste Galerientag in Karlsruhe wird am 9. September 2017 stattfinden. Nähere Informationen findet Ihr dazu unter Galerientag-Karlsruhe
  • Kulturfrühstück des Kulturamtes Karlsruhe. Nähere Informationen findet Ihr unter Kulturfrühstücke Karlsruhe

Weitere Informationen über Kunsträume in Karlsruhe und deren Veranstaltungen findet Ihr über den Link zu Kunsträumen