
Ambiguoues Sights
Ausstellung mit Zeichnungen und Skizzenbücher von Alisha Alafair Amthor
Ein exklusiver Raum, eine Gruppe, Zeichen und die gemeinsame Bedeutung.
Menschen haben schon immer Symbole verwendet, um die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft oder ihre Privilegien zu verdeutlichen. Römische Senatoren trugen die weiße Toga mit einem Purpurstreifen und als Insignie die Doppelaxt. Die Hörner des Stiers sind Zeichen der minoischen Kultur. Die deutsche Flagge trägt den Adler. Symbole sind Erkennungszeichen und tragen eine bestimmte Bedeutung.
Die Fahrenden hatten eine eigene Sprache bestehend aus Worten und Zeichen, den Zinken, die der geheimen Verständigung dienten. Nur Eingeweihten kannten sie und ihre Bedeutung.
Im 15. Jahrhundert entsteht die Vereinigung der Freimaurer. Steinbildhauer und Maurer schlossen sich zu Bünden zusammen und verpflichteten sich zu gemeinsamen Grundsätzen. Eines ihrer Prinzipien ist die Verschwiegenheit. Als Erkennungszeichen standen Zirkel, Maurerkelle und Winkelmaß.
Wir kennen auch Handzeichen, die nicht nur als Symbole funktionieren, sondern auch der Kommunikation dienen. Eine gestreckte Faust als Zeichen des Widerstands, der Mittelfinger, das V-Zeichen, das O aus Daumen und Zeigefinger. Symbole werden je nach Kulturkreis und Gruppe mit unterschiedlichen Bedeutungen beladen. Am Bekanntesten ist das O aus Daumen und Zeigefinger, das für sehr leckeres Essen, für „Alles in Ordnung“ und im Italienischen für Arschloch steht.
Ein exklusiver Raum, eine Gruppe, Zeichen und die gemeinsame Bedeutung.
Ambiguoues Sights – uneindeutige Zeichen – Zeichen mit wandelbarer Bedeutung
Einführungstext zur Ausstellung [hier]