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Gold und Silber lieb ich sehr

Kurs mit Benno Kotterba

Da sitzt Gretchen vor dem Spiegel und ist von den goldenen Ohrringen der Kette angetan, die Faust ihr unbemerkt zugesteckt hat.: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.“ So schreibt Johann Wolfgang von Goethe im Kapitel 11 in seinem „Faust: Eine Tragödie“.

Gold und Silber hat die Menschen schon immer fasziniert. Eine nahezu sichere Währung, Der Glanz des Goldes zieht an. Goldgräber haben in den Flüssen danach gesucht. Noch heute sieht man bei Ebbe an den Ufern der Themse Leute nach Edlem suchen.
Damit man das Gold verarbeiten kann, wird es zu hauchdünnen Blättern geschlagen. Blattgold herzustellen ist ein uraltes Handwerk. Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde das Handwerk in Indien ausgeübt. Später, zur Zeit der Pharaonen, konnte man Blattgold auch in Ägypten herstellen, bis es im Mittelalter die Mönche in den Klöstern lernten. Erst vor 500 Jahren begannen Handwerker mit der Herstellung von Blattgold in Deutschland. Die mittelfränkische Stadt Schwabach entwickelte sich zum Weltzentrum dieses Handwerks, jeder sechste Einwohner hatte damit zu tun. 1927 gab es 130 Betriebe. Die Bedeutung des Goldschlagens ging im Laufe der Zeit zurück. Im Jahre 2006 nennt die Stadt noch neun Betriebe. 2015 gab es noch vier Betriebe, die allerdings mittels Mechanisierung ein Vielfaches der historischen Mengen produzieren.

Der Goldschläger muss geschickt und kraftvoll sein. Mit der einen Hand dreht er das Päckchen mit den Goldblättern, mit der anderen schlägt er mit dem großen Hammer zu. Au weia – sicher hat er oft die Finger getroffen. Schlagen, schlagen, schlagen bis die Goldblättchen hauchdünn sind. Dann werden sie noch zu Quadraten geschnitten und in kleine Hefte eingelegt. Fertig für´s Vergolden.

In diesem Kurs lernen wir das Vergolden. Wir erarbeiten uns ein Musterbuch mit Gold- und Silberverzierungen. Gold und Silber legen wir an unsere gestalteten und collagierten Blätter an.

 

Termin: Fr. – Sa. 28. – 29. August 2020
Zeit: Fr. 17 bis 21 Uhr, Sa 11 bis 18 Uhr
Ort: Im Alten Laden, Gerwigstraße 34, Karlsruhe
Teilnehmerzahl: max. 4
Gebühr: 190,- € (Mitglieder 160,- €) inkl. Materialkosten

 

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