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Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

Gemeinschaftsausstellung in der Fleischmarkthalle

“ausgeschlachtet”

Gemeinschaftsausstellung zum Tag der offenen Türen 2016

in der Fleischmarkthalle im Alten Schlachthof, Karlsruhe, am 08. Mai 2016

Am Tag der offenen Tür am 08. Mai 2016 hatten die Besucher in der Fleischmarkthalle im Alten Schlachthof Karlsruhe Gelegenheit, die Gemeinschaftsausstellung von Künstlern aus dem Atelierhaus Karlsruhe zu erleben. Die Ausstellung geben einen Überblick über aktuelle Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler Brigitta Klara Daniel, Herbie Erb, Jantje Janßen, Blaffert & Wamhof, Ursula Piller, Wolfgang Heiser und Benno Kotterba. Zu sehen waren Werke und Objekte der Ausdrucksmalerei, der Videokunst, Bildobjekte, Schrift im Raum und Experimentelle Kalligraphie, Installationen und Collagen.

Ausstellende Künstler des Atelierhauses:

Blaffert & Wamhof
Brigitta Klara Daniel
Herbie Erb
Wolfgang Heiser
Jantje Janßen
Benno Kotterba
Ursula Piller

Impressionen aus der Gemeinschaftsausstellung

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Die Künstler der Gemeinschaftsausstellung

 

Blaffert & Wamhof

Das Dorf
Truppenübungsplatz Bergen, 2015

1,70 m x 1,30 m, LightJet – Print auf Alu Dibond
mit freundlicher Unterstützung von Prolab, Karlsruhe

Im April 1945 wurde das KZ Bergen-Belsen durch die Britischen Truppen befreit. 70 Jahre später zogen die Briten ihre Streitkräfte aus der Garnison Bergen-Hohne mit Kasernen in Bad Fallingbostel und Bergen endgültig ab. Nahe dem Gelände des ehemaligen KZ ist in den vergangenen Jahrzehnten die Gedenkstätte mit einem modernen Dokumentationszentrum entstanden. Diese historischen Zusammenhänge und die geographische Nähe zu Europas größtem Truppenübungsplatz nahmen Blaffert & Wamhof zum Anlass, 2015 im Rahmen ihres ‘Garrison Projects’ an den verschiedenen Orten Architektur und Landschaft zu fotografieren.

Nicole Blaffert *1973 in Furtwangen, studierte Medienkunst an der Staatl. Hochschule f. Gestaltung, (HfG) Karlsruhe.

Franz Wamhof *1963 in Osnabrück, studierte Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Medienwissenschaften an der Universität Osnabrück und Medienkunst an der Staatl. Hochschule f. Gestaltung,(HfG) Karlsruhe.

Beide leben in Karlsruhe.

Internet: www.ft100.de

Brigitta Klara Daniel

Collagen

Sie sind Objektträger geschehener Zeiten, Votivtafeln innerer An-liegen, Krypta bewahrter Bilder. Ein Teil wurde für 7 Tage vergraben, so sind diese nun Ausgrabungen.
Sie sind das Ergebnis eines 7-jähriges Projektes, bei dem ich an allen Bildern gleichzeitig arbeitete.

Installationen

Bruder
Krieg
Brot für alle
Hydrologinnen

Brigitta Klara Daniel
Mitwirkend bei Kunstgenerator, Mitglied bei ausgeschlachtet e.V.

Internet: www.brigittaklaradaniel.de

Herbie Erb

Ephemere Pappenheimer

In Ermangelung von Feststoffen.

Manifestationen und Protagonisten einer weiteren Quasi-Lessepsianischen Migrationsidee, Anima der Kartonage statt Internet der Dinge, Paperthin Bollocks.

Fahle Besucher hängen in der Halle herum. Man kann sich mit ihnen anfreunden, sich von ihnen beobachtet fühlen, beurteilt gar, nicht zu sehr umarmen sonst zerknittern sie, bleiche Opinion Leader, stumme Zeugen, Geister die keiner gerufen hat. Wie imaginäre Freunde oder große weiße Hasen.

Herbie Erb
Mitglied von Circus3000

www.circus3000.com
www.herbie-erb.com

Wolfgang Heiser

„Vom Zentrum zum Zentrum“

Die gezeigten Objektbilder sind neuere und aktuelle Arbeiten aus einem Arbeitszyklus mit dem sich Wolfgang Heiser seit 2012 beschäftigt.

Zur Herstellung dieser Objektbilder werden eigens handgefertigte großformatige Tuschezeichnungen zerschnitten und mittels einer Flechttechnik zu räumlichen Bildern neu zusammengefügt. Dieser Arbeitsvorgang ist planerischen wie gewollt zufälligen, jedoch nicht willkürlichen Prozessen unterworfen. Licht und Schatten wie das durchscheinende Papierweiß sind für diese Objektbilder von besonderer Bedeutung.

Wolfgang Heiser studierte Architektur, Kunsttherapie / Kunstpädagogik und war über 30 Jahre als freischaffender Architekt tätig. Derzeit arbeitet er freikünstlerisch sowie als Kunsttherapeut und Kunstpädagoge. Er lebt und arbeitet in Karlsruhe und Boffzen und hat seit 2015 einen Atelierplatz auf dem alten Schlachthofgelände in Karlsruhe.

Parallel zu seiner architektonischen Arbeit entstanden über viele Jahre ein Skulpturen- und Plastiken-Zyklus in Naturstein, Beton, Kunststein, Gips und Glas unter dem Thema „Wächter“.

Wolfgang Heiser

Jantje Janßen

Die Fleischmarkthalle als Ort für experimentelle Kalligrafie zu nutzen ist Herausforderung, Lust, Wagnis, jetzt mal so richtig ins große Format zu gehen. Was sonst auf Papierbögen als Bild oder relativ kleinformatig in Bücher gebunden wird oder als Brief das Atelier verlässt, darf groß werden, ein Stück Halle besetzen.

Ich habe mich für eine Installation entschieden, die in zwei Richtungen arbeitet: den Raum in Höhe und Weitläufigkeit zu bespielen und die experimentelle Kalligrafie ihren eigenen Raum darin finden und behaupten zu lassen.

My East is Your West

Meinen Titel habe ich auf der Biennale 2015 in Venedig gefunden. Im indisch-pakistanischen Pavillon war eine Ausstellung unter diesem Motto zu sehen. Den sich suspekten Nachbarn schaffte die Kunst Berührung, eine neue Bildersprache, etwas Gemeinsames im Verschiedenen. Politische und religiöse Differenzen, Grenzstreitigkeiten, Polemik, all das verblasste hinter der Farb- und Ausdrucksgewaltigkeit der Kunst.

Den Titel habe ich adaptiert, Schrift, das sind Zeichen, sind Übereinkünfte, ist Text, Geste, Bild, Ausdruck, hinterlässt Spuren, ist linear. Schrift hält Geschichte fest, ist Kulturgut, ist Herrschaftsinstrument und Unterwerfung, auch. Wir lernen in unserem Schriftsystem Regeln, Lesefähigkeit, Ausdruck, Gesetze und formulieren so Erwartungen an die, die unter dem Bild „My East is Your West“ zu uns gekommen sind.

Der künstlerische Eingriff in nur ein oder zwei Elemente dieser Übereinkunft verändert alle anderen: in eine Poesie des Ausdrucks, des Eindrucks, des Lauten oder Leisen, des Anderen, des Starren oder Weichen; es wird ein neuer, offener Text geschrieben, einer, der Grenzen überschreitet, geographische, wie auch die in den Köpfen; sie öffnet sich zum Interkulturellen. Integration geht nicht nur in eine Richtung. Sie verlangt von allen.

Jantje Janßen
Schrifthof – Werkstatt für experimentelle Kalligraphie
post@schrifthof.de

Internet: www.schrifthof.de

Benno Kotterba

Raum und Wände in der Schwebe

Expressive Kalligraphie
Mischtechnik und Collage, Tusche, Tinte auf Papier

Auf dem Weg durch Straßen, vorbei an Häuserfronten, Fahrten mit Bahn und Auto, vorbei an Lärmschutzwänden, Zäunen, Absperrungen – wir begegnen Graffitis, gesprühten Schriftzügen, Hand und Bildzeichen. Plakatwände und Litfaßsäulen mit Überklebungen, Überschreibungen und abgerissenen Bereichen, in denen Spuren der tieferen (älteren) Ebenen als rudimentäre Botschaften wieder hervortreten. Die Objekte sind starr, und wir bewegen uns an ihnen vorbei.

Die Objekte in dieser Ausstellung sind beweglich, drehen sich zueinander, wenden sich dem Betrachter zu oder kehren ihm den Rücken zu. Sie bilden Wandstreifen, umfassen den Raum. Sie bewegen sich mit uns und sprechen miteinander. Botschaften für den Betrachter, die es zu entdecken, manches beim Begehen des Raumes, beim Durchwandern der Wände zu entziffern und zu finden gilt. Überschreibungen, Palimpseste, Asemic Writing, Texturen.

Benno Kotterba
Schrifthof – Werkstatt für experimentelle Kalligraphie
post@schrifthof.de

Internet: www.schrifthof.de

Ursula Piller

Der Farben Wille

… zeigt sich beim Malen, was herausgearbeitet werden will. Manchmal ist eine Figur, die erscheint, oder es bleibt im Dunkeln verborgen, rätselhaft.

… lässt beim Erstehungsprozess Spuren, Linien oder die Wahrheit stehen. Die Sinngebung offenbart sich dem Betrachter. Er kann, darf spielen mit den Gedanken. Er kann das gemalte Bild aufnehmen. Mit Glück, seine Gegenwart spüren. Antworten bekommen.

Die Welt formt sich durch das Sehen.

SEHKRAFT

Meine Arbeit stammt aus dem Augenblick. Jeder Pinselstrich verändert, verwandelt und führt zu neuen Formen und Perspektiven. Manchmal fremd und manchmal vertrautes Wiederkommen.

Schaffen aus dem „Nichts“ heraus. Vollkommen ahnungslos was da sich zeigen will.

SCHAFFENSKRAFT

Dem Ausdruck verleihen, dass in meinem Körper sich an Spuren, Erfahrungen und Abdrücke des Lebens verborgen haben. Das tägliche Miteinander.

ZUGKRAFT

Die Malerei zog mich diesmal Seil-herum in die Fleischmarkthalle.

Ursula Piller
Internet: www.ursula-piller.de