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Schrifthof  – ist Werkstatt für Experimentelle Kalligraphie

Im Sommer 2014 haben wir  unsere Werkstatt für experimentelle Kalligraphie zunächst im Atelierhaus im Alten Schlachthof Karlsruhe gegründet und gerne in diesem Haus gearbeitet. Ein Haus, das von der Kreativität und der Inspiration der Wirkenden geprägt ist. Arbeit und Begegnung, Konzentration und Austausch finden statt. Gemeinsame Aktionen wie z.B. unsere Gemeinschaftsausstellung anlässlich “ausgeschlachtet”, dem Tag der offenen Türen am 8. Mai 2016, unsere Beteiligung im Frühjahr 2015 anlässlich des 300. Stadtgeburtstags “Schwein gehabt”  oder eben auch Alltägliches haben Verbindungen entstehen lassen.

Seit Juli 2016 sind wir mit Schrifthof umgezogen in den alten Laden in der Gerwigstraße 34 in Karlsruhe – Oststadt. Der alte Laden beherbergte bis zum Tod des Inhabers ein Geschäft für Garne, Wolle und Textilien. Er besitzt den Charme des ausgegangenen letzten Jahrhunderts. Da sind noch die alten Lampen und Leuchten, Vitrinen und Fliesen.

„Schrifthof“ ist Werk- und Wirkstatt für experimentelle Kalligraphie. Im Schrifthof veranstalten wir Kurse und Workshops, in denen Teilnehmer*innen die Kalligraphie, das schöne Schreiben mit der Hand, kennen zu lernen sowie die Bedeutung und Wirkung von Handschrift zu erfahren. Schrifthof bietet Raum für Experimente mit Schrift: Hand- und Schreibschrift, Schrift- und Zeichengesten, Text und Texturen, Schrift und Bild. Schrifthof eine Plattform für Schrift- und Schreibbegeisterte. Wir arbeiten mit Buchstaben, Typographie, Kunstschrift, typografischen Zeichen und Lettering. Wir gestalten Schriftbilder und entwickeln Buchobjekte. In Gesprächen und Diskussionen tauschen wir uns über Wahrnehmung und Wirkung von Handschrift, ihre historische Entwicklung und ihre Bedeutung für Identität und Denken, Reflexion und Kommunikation aus.

Der alte Laden ist zu einem Anziehungspunkt im Quartier Oststadt geworden. Neben der alten Kulturtechnik „Handschrift“ steht unsere Tür offen für Begegnung und Gespräch.

Wir freuen uns, wenn Sie Interesse an unserer Arbeit und unseren Angeboten haben. Zu unseren Veranstaltungen laden wir hier und durch unseren Newsletter ein. Ihre Wünsche und Anregungen sowie auch Kritik nehmen wir gerne an. Teilen Sie es uns über den Link “Interesse” oder über E-Mail oder einen Brief mit.

Jantje Janßen ist nun leider völlig unerwartet am 10.07.2017 verstorben. Ich werde unser Werk auch ganz in ihrem Sinne weiterführen. Nur leider kann ich ihre Fähigkeit und Erfahrung in der Aquarell-Malerei nicht ersetzen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Teilnahme an meinen Kursen und Workshops

Benno Kotterba

Cy Twombly

Schrift ist für die Geschichte der Menschheit von kaum zu überschätzender Bedeutung.  Sie bildet die Grundlage für die gesellschaftliche und individuelle Kommunikation, für die Weitergabe von Information. Ein Verbreiten und ein Aufbewahren  von Ideen, Gedanken, Ereignissen und Berichten ist ohne Schrift nicht denkbar.
Die ältesten chinesischen Schriftzeichen werden auf ungefähr 6600 v. Chr. datiert. Auch im europäischen Raum existieren Zeichen, die mit kultischen Handlungen in Verbindung gebracht werden.Zeichen in Tontafeln eingeritzt, Keilschriften, Hieroglyphen, Bildzeichen, Dann entwickeln sich Alphabete. Die Zeichen wandeln ich von Bildern zu Buchstaben, vom natürlichen Zeichen zum stilisierten, abstrakten Zeichen. Und weil immer schneller geschrieben werden musste, entwickelt sich daraus ein Schreibfluss, die Handschrift mit verbundenen Zeichen.
Handschrift ist mehr als nur eine Zeichenfolge. Handschrift stellt die Verbindung zwischen Kopf und Hand, zwischen Denken und Schreiben, zwischen dem flüchtigen Gedachten und Gesagten und dem Bewahrenden her. Schreiben verlangsamt das Denken, lässt Zeit für die Weiterentwicklung des Gedanken und zeigt in den Schriftbildern die Bewegung der Gedanken, den Gedankengang.